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Nachruf auf Werner Gutperle

Mit großer Trauer nimmt die SG 1983 Viernheim e. V. Abschied von Werner Gutperle

Werner Gutperle war ein außergewöhnlich großzügiger Mitbürger unserer Stadt Viernheim, der die Vereinswelt über viele Jahre hinweg mit großem Engagement und beeindruckender Hilfsbereitschaft unterstützt hat.

Sein Einsatz galt nicht nur einzelnen Projekten, sondern stets der Gemeinschaft als Ganzem. Mit seiner offenen Art, seiner Verbundenheit zur Stadt und seinem verlässlichen Handeln hat er zahlreiche Vereine – darunter auch unseren – nachhaltig gefördert und gestärkt. Sein Wirken war geprägt von Bescheidenheit, Weitsicht und echter Heimatverbundenheit.

Werner Gutperle verstand es, Verantwortung zu übernehmen und dabei immer den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Sein Engagement hat Spuren hinterlassen, die weit über das Sichtbare hinausgehen. Viele Initiativen und Entwicklungen in Viernheim tragen seine Handschrift und werden sein Andenken bewahren.

Der SG 1983 Viernheim e. V. wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.

Im Namen des Vorstandes und aller Mitglieder
SG 1983 Viernheim e. V.

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„Orangene“ stellen Weichen für die Zukunft

Jahreshauptversammlung bestätigt Thorsten Grün einstimmig im Amt des Vorsitzenden

Mitglieder verabschieden Qualitätsmanagement

In einer gut besuchten Jahreshauptversammlung hat am vergangenen Freitagabend die SG Viernheim im Vereinsheim des Familiensportparks West zentrale personelle und strukturelle Entscheidungen getroffen. Die Mitglieder sprachen dem bisherigen Vorsitzenden Thorsten Grün erneut einstimmig ihr Vertrauen aus und bestätigten ihn in seinem Amt. Ebenso geschlossen fiel die Zustimmung für ein neu ausgearbeitetes Qualitätsmanagement aus, das die Vereinsarbeit künftig auf eine breitere und klarer strukturierte Basis stellen soll.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Thorsten Grün votierte die Jahreshauptversammlung einstimmig dafür, dass Heike Kiss und Gerhard Hoock zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

Bereits zu Beginn der Versammlung wurden verdiente Persönlichkeiten des Vereins besonders gewürdigt. Auf Vorschlag des Vorstands beschlossen die anwesenden Mitglieder ohne Gegenstimme, Heike Kiss und Gerhard Hoock zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Damit reihen sie sich in einen Kreis ein, dem auch mehrere prägende Figuren der Vereinsgeschichte angehören, darunter der verstorbene frühere Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus Kübler, der ehemalige Bürgermeister Josef Baumgärtner sowie der frühere Landrat und Viernheimer Bürgermeister Norbert Hofmann. Ebenfalls zu den Ehrenmitgliedern zählen der Gründungs-Ehrenvorsitzende Michael Mantei sowie Otto Alter, Erich Tannert, Klaus Dieter Grünwald und Günter Grünwald.

In seinem Rechenschaftsbericht zeichnete Vorsitzender Thorsten Grün ein differenziertes Bild der vergangenen zwölf Monate. Einerseits dankte er seinen Vorstandskollegen für die Zusammenarbeit, andererseits sparte er problematische Entwicklungen nicht aus. Besonders kritisch stellte sich die sportliche Situation im Seniorenbereich dar. Die erste Mannschaft blickt auf ein enttäuschendes Jahr 2025 zurück und kämpft derzeit in der Kreisklasse A um den Klassenerhalt. Die zweite Mannschaft wurde vom Spielbetrieb abgemeldet. Für die Zukunft formulierte Grün jedoch ein klares Ziel:

„Wir wollen versuchen, dass wir zur Saison 2026/27 wieder eine zweite Mannschaft für den Spielbetrieb melden können.“

Ziel bleibt die Meldung einer A-und B-Junioren-Mannschaft

Mit Blick auf das Vereinsleben äußerte der Vorsitzende den Wunsch, dass sich die Spieler der ersten Mannschaft wieder stärker in organisatorische und gesellschaftliche Aktivitäten einbringen. Der Veranstaltungskalender ist derzeit überschaubar. Als fester Termin steht lediglich das traditionelle deutsch-ungarische Grillfest an Christi Himmelfahrt am 14. Mai fest. Ein für die Region bedeutendes Spenden-Fußballturnier für Intensivpflegeeinrichtungen wird im Jahr 2026 nicht auf der Anlage der SG Viernheim stattfinden. Grün erklärte hierzu:

„Da wir nicht wussten, wie es im Vorstand weitergeht, konnten wir den Termin nicht wahrnehmen.“

Jugendleiter Francesco Ferraraccio.

Perspektivisch wird über zusätzliche Veranstaltungen nachgedacht, etwa eine Feier zum Jahreswechsel im Vereinsheim. Sorgen bereitet dem Vorstand insbesondere die Mitgliederentwicklung. Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Mitglieder um rund zehn Prozent zurückgegangen, was die Verantwortlichen als ernstzunehmendes Signal werten. Gleichzeitig zeigt sich im Jugendbereich ein deutlich positiveres Bild. Jugendleiter Francesco Ferraraccio berichtete von aktuell rund 150 Kindern und Jugendlichen, die in verschiedenen Altersklassen aktiv sind. Die Nachwuchsarbeit erstreckt sich über mehrere Bambini-, F- und E-Junioren-Teams sowie eine C-Jugendmannschaft. Aufbauend auf dieser breiten Basis soll künftig auch der Übergang in den Seniorenbereich gestärkt werden. Ziel ist die baldige Meldung von A- und B-Juniorenmannschaften, um langfristig eigene Talente in die ersten Mannschaften integrieren zu können.

„Dieses Ziel haben wir schon lange und wollen es nun auch verwirklichen“

betonte Grün.

Andreas Farrenkopf neuer zweiter Vorsitzender

Von links nach rechts: Kassenwart Lukas Kempf, Vorsitzender Thorsten Grün, Geschäftsführerin Alexandra Rühle, Zweiter Vorsitzender Andreas Farrenkopf, der AH-Vorsitzende Valerie Merkel und Kai Rohland, zuständig für die Mitgliederverwaltung.

Im Mittelpunkt der Versammlung standen darüber hinaus die turnusmäßigen Vorstandswahlen, die zu einer deutlichen personellen Neuaufstellung führten. Während Thorsten Grün als Vorsitzender bestätigt wurde, übernimmt künftig Andreas Farrenkopf das Amt des zweiten Vorsitzenden. Sein Vorgänger Denis Treichel hatte nach neun Jahren im Amt seinen Rückzug erklärt. Auch im Bereich der Finanzen kam es zu einer Veränderung: Heike Kiss trat nicht erneut zur Wahl an, ihre Aufgaben als Kassenwart übernimmt nun Lukas Kempf. Alexandra Rühle bleibt weiterhin Geschäftsführerin, während sich Kai Rohland für die Mitgliederverwaltung verantwortlich zeichnet. Der Spielausschuss setzt sich künftig aus Dennis Herzog, Kim-Pascal Boysen sowie Julian und Francesco Ferraraccio zusammen.

Aufgaben klar definieren

Michael Mantei

Ein zentrales Zukunftsprojekt des Vereins wurde ebenfalls ohne Gegenstimmen beschlossen. Das von Michael Mantei erarbeitete Qualitätsmanagement soll als verbindlicher Leitfaden für die Vorstandsarbeit dienen. Ziel ist es, Aufgaben klar zu definieren, Zuständigkeiten transparent zu gestalten und damit sowohl die Effizienz als auch die Nachvollziehbarkeit der Vereinsführung zu erhöhen. Darüber hinaus soll das Konzept engagierten Mitgliedern den Einstieg in ehrenamtliche Funktionen erleichtern. Die Initiative geht jedoch über organisatorische Aspekte hinaus und zielt auf eine grundlegende Weiterentwicklung der Vereinskultur ab. Klare Strukturen, gegenseitiges Vertrauen und eine stärkere Eigenverantwortung der einzelnen Funktionsträger sollen künftig die Zusammenarbeit prägen. Mantei wies jedoch darauf hin, dass die Umsetzung Zeit in Anspruch nehmen wird:

„Das wird nicht binnen weniger Monate umzusetzen sein.“

Zum Abschluss der Versammlung wurde aus den Reihen der Mitglieder ein sportlicher Wunsch formuliert, der die derzeitige Situation treffend zusammenfasst: der Klassenerhalt der ersten Mannschaft. Eine Aufgabe, die aber nicht durch den Vorstand um Thorsten Grün realisiert werden kann, sondern letztlich alleine durch die Spieler auf dem Spielfeld entschieden werden muss.

Text & Bilder: VT

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„Wir werden die Regelung kippen“

Spielertrainer Steven Schreck und Co-Trainer Marc Hanselmann werden in Zukunft gemeinsam auf dem Spielfeld stehen

Co-Trainer Marc Hanselmann

Angesichts der angespannten sportlichen Situation hat sich die SG Viernheim zu einer grundlegenden personellen Anpassung entschieden. Spielertrainer Steven Schreck wird künftig gemeinsam mit Co-Trainer Marc Hanselmann aktiv auf dem Spielfeld stehen. Die bisherige Regelung, wonach einer von beiden die Mannschaft von der Seitenlinie aus betreut, wird damit aufgegeben.

Diese Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf die jüngsten sportlichen Rückschläge. Nach zwei vermeidbaren Niederlagen hat sich die ohnehin angespannte Lage im Abstiegskampf weiter verschärft. Seit Monaten kämpfen die „Orangenen“ um den Klassenerhalt, doch die letzten Ergebnisse haben die Zweifel an einer erfolgreichen Rettung wachsen lassen. Der Handlungsdruck ist entsprechend hoch. Noch vor wenigen Wochen hatte sich ein anderes Bild ergeben. Beim überraschenden 4:3-Erfolg im Stadtduell gegen TSV Amicitia Viernheim 2 zeigte die Mannschaft eine starke Leistung. In dieser Partie standen sowohl Schreck als auch Hanselmann in der Startelf und trugen aktiv zum Erfolg bei. Die Betreuung von der Seitenlinie übernahm damals Vereinsvorsitzender Thorsten Grün. Dennoch wurde diese Konstellation im Anschluss als Ausnahme bezeichnet.

In den darauffolgenden Begegnungen kehrte die Mannschaft wieder zur ursprünglichen Aufgabenteilung zurück. Beim Heimspiel gegen den FV Leutershausen, das mit 1:2 verloren ging, saß Hanselmann außerhalb des Spielfelds, während beim 2:4 gegen den VfB Gartenstadt 2 Schreck die Rolle an der Seitenlinie übernahm. Die erhoffte Stabilisierung blieb jedoch aus, sodass nun ein Umdenken erfolgte.

Keine personellen Kompromisse mehr

„Wir werden die Regelung kippen“

erklärte Schreck mit Blick auf die neue Vorgehensweise. Ziel sei es, in der entscheidenden Saisonphase die bestmögliche Mannschaft auf den Platz zu bringen. Die jüngsten Auftritte hätten gezeigt, dass personelle Kompromisse nicht mehr infrage kommen.

„Mit dem Vereinsvorstand ist das Vorgehen bereits besprochen“

stellte der Spielertrainer klar. Thorsten Grün werde wieder die Betreuung an der Seitenline übernehmen. Die Maßnahme kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Am kommenden Sonntag, 29. März, empfängt die SG Viernheim um 15 Uhr den SV Sandhofen im Familiensportpark West. Die Bedeutung dieser Begegnung ist kaum zu überschätzen. Nur mit einem Heimsieg bleibt die Hoffnung auf den direkten Klassenerhalt realistisch bestehen. Bereits ein Unentschieden könnte die Situation erheblich verschärfen und auch das Minimalziel, den Relegationsplatz zu erreichen, in weite Ferne rücken lassen.

Vor diesem Hintergrund setzt die SG Viernheim nun konsequent auf maximale Qualität auf dem Platz. Die gleichzeitige Rückkehr von Schreck und Hanselmann in die Startformation soll zusätzliche Stabilität und Erfahrung bringen. Ob diese Maßnahme die erhoffte Wirkung zeigt, wird sich bereits im richtungsweisenden Duell gegen den SV Sandhofen zeigen.

Text & Bild: VT

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