C-Junioren der SG Viernheim belegen beim 22. Nikolausturnier des VfB Lampertheim Platz vier

Die C-Junioren der SG Viernheim haben am Sonntag beim 22. Nikolausturnier des VfB Lampertheim 1948 den vierten Platz belegt. In der Vorrunde blieben die „Orangenen“ verlustpunktfrei und besiegten Gastgeber VfB Lampertheim, SG Hüttenfeld sowie FSG Bensheim mit jeweils 1:0. Im Halbfinale stand es gegen die JFV Alsbach/Auerbach nach regulärer Spielzeit 1:1, im Sieben-Meter-Schießen zogen die Südhessen mit 3:4 den Kürzeren. Das Spiel um Platz drei verlor die Sportgemeinschaft gegen die SG Arheiligen mit 0:1. Alle vier Viernheimer Tore erzielte Yosab Yonas Andemariam.
 
Text & Bild: VT

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SG-Spieler Abdelkarim und Abdelasis Lebsir droht die Abschiebung nach Algerien

Ausbildungsstelle letzter Strohhalm?  

„Es ist für uns der absolute Albtraum“

Den SG-Spielern Abdelkarim (rechts) und Abdelasis Lebsir droht die Abschiebung nach Algerien.

Während sich die meisten Menschen in der Adventszeit auf das bevorstehende Weihnachtsfest freuen, geht es für die Brüder Abdelkarim und Abdelasis Lebsir jeden Tag um die nackte Existenz. Die beiden Spieler der SG Viernheim sollen nach Algerien abgeschoben werden.

„Es ist für uns der absolute Albtraum“

erklärt der 27-jährige Abdelasis Lebsir auf dem Vereinsgelände der SG Viernheim im Familiensportpark West. Dem Spieler der zweiten Mannschaft der „Orangenen“ droht genauso wie seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Abdelkarim die Abschiebung nach Algerien. Wann?

„Jederzeit kann es soweit sein“

berichtet Abdelkarim Lebsir, der derzeit in der ersten Mannschaft der Südhessen spielt und mit zehn Treffern der beste Torschütze der SG ist. In der Vorsaison netzte er 18 Mal für die „Orangenen“ ein. Abdelasis Lebsir wurde zwar in Algerien geboren, kam aber bereits nach wenigen Monaten zusammen mit seiner Familie nach Deutschland. Außer einem mehrtägigen Urlaub hat er keine Beziehung zum nordafrikanischen Land an der Mittelmeerküste. Sein Bruder Abdelkarim wurde in Deutschland geboren und war noch nie in Algerien.

„Wir kennen dort niemanden, können die Sprache überhaupt nicht“

so Abdelkarim Lebsir.


Ein Leben für den Fußball

Abdelkarim Lebsir (rechts) ist derzeit mit zehn Treffern der beste Torschütze des A-Ligisten SG Viernheim.

Bisher gab es für die beiden Brüder vor allem eins im Leben: Fußball. Das große Ziel: möglichst hochklassig der Fußballleidenschaft nachgehen. So spielte Abdelkarim beim SV Sandhausen in der Jugend in der Oberliga, bei den Senioren reichte es bisher für die Verbandsliga beim TSV Amicitia Viernheim. Beruflich stand den beiden stets die befristete Aufenthaltsgenehmigung von wenigen Monaten im Weg. Sowohl Abdelkarim als auch Abdelasis Lebsir arbeiteten, doch stets nur für kurze Zeit. Das Leben der SG-Fußballer hat sich nun durch ein Schreiben der Ausländerbehörde dramatisch verändert. Aus heiterem Himmel: Es droht jederzeit die Abschiebung!


Geschlafen wird nicht mehr Zuhause

„Wir können das nicht verstehen.“

Die beiden Brüder sind verzweifelt,

„wir haben uns immer an alle Gesetze gehalten.“

Der einzige Ausweg dürfte eine Ausbildungsstelle sein. Dafür schreiben die Zwei seit Wochen Bewerbungen, die ersten Vorstellungsgespräche sind bereits terminiert. Abdelkarim sucht eine Stelle als Koch, Abdelasis möchte etwas Handwerkliches machen. Abdelkarim:

„Aber ganz ehrlich gesagt wäre uns jede Anstellung willkommen. Ich denke, dass kann man in unserer Situation verstehen.“

Dass die Umstände für die beiden extrem sind, zeigt die Tatsache, dass sie nicht mehr zu Hause schlafen. Auch das Fußballspielen für ihren „Herzensverein“ SG Viernheim fällt schwer.

„Natürlich habe ich Angst, dass wir plötzlich vom Sportplatz abgeholt werden“

gibt Abdelkarim Lebsir offen zu. Seinem älteren Bruder setzt die derzeitige Situation arg zu, die Konzentration für das Spiel ist nicht vorhanden. Doch Abdelasis Lebsir verspricht:

„Wenn wir das durchgestanden haben, dann will ich gerne eine Jugendmannschaft bei der SG trainieren und einfach etwas zurückgeben.“


2018 lebten 3.700 ausreisepflichtige Algerier in Deutschland

3.700 ausreisepflichtige Algerier lebten 2018 in Deutschland. Die Zahl der Abschiebungen nach Algerien hat sich seit 2015 fast verzehnfacht. Sie habe sich von 57 im Jahr 2015 auf 504 im Jahr 2017 erhöht, berichtete die Rheinische Post unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. 2018 wurden demnach bis Juli bereits 350 Personen zurück nach Algerien gebracht.

Text: VT
Bilder: VT & Mantei

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SG Viernheim unterliegt zu Hause FV Fortuna Heddesheim 2 mit 0:2

Gegner macht aus zwei Chancen zwei Tore

A-Ligist SG Viernheim musste sich am Sonntag im letzten Saisonspiel des Jahres zu Hause gegen den FV Fortuna Heddesheim 2 mit 0:2 (0:0) geschlagen geben.

„Wir hätten noch bis tief in die Nacht spielen können und hätten wahrscheinlich kein Tor erzielt.“

Die Aussage von SG-Trainer Ümit Erdem fasst die 90 Minuten sehr gut zusammen. Die Gastgeber waren besonders im ersten Spielabschnitt dominant, vergaben aber zahlreiche sehr gute Möglichkeiten. Besser machte es das Team um Ex-SG-Trainer Thomas Jöhl. Gefühlt zwei Mal kam die Fortuna im zweiten Spielabschnitt vor das Viernheimer Gehäuse und zwei Mal war das Leder im SG-Tor (56./65.). In der 69. Minute drosch SG-Spieler Mubarik Abdikarim einen Foulelfmeter an die Latte, zehn Minuten vor Spielende sah der FV-Akteur Timo Beutel die Ampelkarte. Weiterer Wermutstropfen: In der ersten Halbzeit musste Enrico Crudo wegen einer Muskelverletzung ausgewechselt werden.

„Wir sind nun alle froh über die Winterpause“

sagte Erdem.

„Die Jungs sollen mal vom Fußball abschalten und dann greifen wir im nächsten Jahr wieder an.“

Am 14. Dezember findet noch die Weihnachtsfeier der SG Viernheim im Vereinsheim im Familiensportpark West statt.

Für die SG Viernheim spielten:
Süss-Leitz, Ülker, Abdikarim, Crudo (31.Ilgüner), Sambou, Abdelkarim Lebsir, Schreck, Deuser, Sabara, Subasi. 

Text: VT

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