Saisonrückblick SG Viernheim

Aufstieg in die Kreisklasse A durch zwei Schwächephasen verpasst. Neuer Anlauf in der kommenden Saison.

Aufstieg leichtfertig verspielt

Eine reine Achterbahnfahrt war die Saison 2013/14 für die SG Viernheim. Durch zwei Schwächephasen – zu Vorrundenmitte sowie Anfang 2014 – verspielten die „Orangenen“ leichtfertig den Aufstieg in die Kreisklasse A.

In der Kreisklasse B strebten die „Orangenen“ nach Platz fünf den Sprung unter die Top zwei und damit den Aufstieg in die Kreisklasse A an. Auf Trainer Enrique Cazorla, der zur zweiten Mannschaft des TSV Amicitia Viernheim gewechselt war, verpflichtete die Sportgemeinschaft Tibor Varga. Zum Trainingsauftakt am 7. Juli 2013 wurden die Saisonziele nach außen defensiv formuliert.

„Unser Ziel sind wieder die Top fünf“

so Spielausschuss Francesco Ferarraccio. Intern gab es nur ein Ziel: Der Aufstieg in die Kreisklasse A. Um das zu erreichen, waren in der Sommerpause Varga und Ferarraccio auf dem Spielermarkt aktiv. Gleich acht Spieler wurden verpflichtet. Neu bei den „Orangenen“ waren Marc Brückmann (SG Hemsbach), Ahmad Nohzat (SSV Vogelstang), Roland Mamet (TSG Lützelsachsen), David Sasuna (TSV Amicitia Viernheim), Ayhan Okur (FC Hochstätt Türkspor), Sven Large (Spvgg. Sandhofen), Aleksander Jerimic (FK Serbia Mannheim) sowie Andre Faltermann (vereinslos). Ferarraccio:

„Wir haben unsere Wunschspieler verpflichten können“

SGV Kader 2013/2013 // Erste MannschaftProblem: Wirklich eingeschlagen hat im Laufe der Spielzeit fast keiner der Neuen, einzig Sven Large und Ayhan Okur erwiesen sich als Toptransfers. Fünf Spieler verließen die SG Viernheim. Selim Akdagcik, Marco Buttler, Andreas Buerholt, André Keßler und Rahim Miftari folgten ihrem Ex-Trainer Enrique Cazorla zur zweiten Mannschaften des TSV Amicitia Viernheim.

Pokalaus und starker Ligauftakt

Die Saison begann mit einem Dämpfer. Bereits in der ersten Runde des Kreispokals kam das Aus. Ersatzgeschwächt verloren die „Orangenen“ beim C-Ligisten FC Fatihspor Weinheim mit 6:8 nach Verlängerung. Der Ligastart gelang der Sportgemeinschaft. Beim SG Blumenau gab es einen 2:0-Sieg.

„Der Saisonauftakt ist geglückt, das ist wichtig. An unserem Offensivspiel werden wir in den nächsten Wochen noch arbeiten müssen“

erklärte Trainer Tibor Varga. Gesagt, getan. Die folgenden vier Partien wurden allesamt gewonnen und insgesamt dreizehn Tore erzielt. Der Saisonstart war geglückt, die Viernheimer standen nach fünf Partien mit fünfzehn Zählern an der Tabellenspitze.

„Schlechter geht es nicht!“

Tibor VargaDen ersten Rückschlag im Unternehmen „Aufstieg“ gab es am 22. September 2013. Im Heimspiel gegen die SG Hemsbach/Sulzbach 2 kam die SG nicht über ein 0:0 hinaus. Nach der Begegnung war Varga außer sich.

„Schlechter geht es nicht!“

Ging es doch! Eine Woche später kam die Sportgemeinschaft beim FK Bosna Mannheim mit 0:2 unter die Räder. Die Tabellenspitze war futsch, das Selbstvertrauen weg. Am 27. Oktober 2013 der nächste Tiefschlag. Beim Aufstiegskonkurrenten DJK Sandhofen setzte es eine 1:3-Pleite. Aufgrund von Verletzungen konnte Varga nie seine Wunschformation aufbieten, doch auch Einsatz und Leidenschaft ließen zu wünschen übrig. In den folgenden Wochen verschenkte die Sportgemeinschaft unnötig Punkte. Beim Spvgg 03 Ilvesheim 2 und im Heimspiel gegen den SV Schriesheim 2 gab es jeweils ein 1:1.

An der Tabellenspitze überwintert

Dank eines 2:0-Heimsieges über den SC Blumenau sowie einer 1:3-Auswärtsniederlage der DJK Mannheim-Jungbusch beim FK Bosna Mannheim überwinterte die SG Viernheim an der Tabellenspitze der Kreisklasse B. Siebzehn Spiele, zwölf Siege, 38 Punkte, Tabellenplatz eins: Eigentlich hätten bei den „Orangenen“ alle zufrieden sein ob der Ausbeute nach der Vorrunde. Doch das war nur bedingt der Fall.

„Wir haben fünf bis sechs Punkte liegengelassen“

erklärte Tibor Varga.

„Das hat mir überhaupt nicht gefallen.“

Zum Saisonauftakt feierte die SG fünf Siege, davon drei zu Null. Die „Orangenen“ schienen förmlich durch die B-Klasse zu fegen, doch rasch kehrte die Realität ein. 0:0 zu Hause gegen SG Hemsbach/​Sulzbach 2, 0:2-Auswärtsniederlage gegen FK Bosna Mannheim, 1:3-Pleite bei der DJK Sandhofen.

„Die Tür stand immer offen“

Neben zahlreichen Verletzungen, Krankheiten und urlaubsbedingten Absagen traf zur Mitte der Vorrunde der Rückzug von Oliver Wunderle und Mirko Winz in die zweite Mannschaft die „Orangenen“ hart. Nach einer Auseinandersetzung mit Trainer Tibor Varga erklärten beide, nicht mehr für die erste Mannschaft spielen zu wollen. Varga:

„Die Tür stand immer offen.“

In der Winterpause erledigte sich das Thema endgültig. Beide wechselten zur zweiten Mannschaften des TSV Amicitia Viernheim, dafür kehrten von dort nach nur einem halben Jahr Selim Akdagcik und Rahim Miftari zur Sportgemeinschaft zurück. Des Weiteren wurden Mittelfeldspieler Oliver Thielicke vom hessischen Kreisligisten SV Hahn und Abdul Haluk Umuç vom 1.FC Turanspor Mannheim verpflichtet.

Aufstieg verspielt

In den ersten Saisonwochen 2014 verspielte die SG endgültig den Aufstieg. Zum Auftakt gab es zu Hause trotz Überzahl ein 2:2 gegen den TSV Schönau. Eine Woche später ging die SG bei der DJK Mannheim-Jungbusch 1:6 unter. Erst im dritten Spiel 2014 gab es mit dem 2:0 über den SC Käfertal 2 endlich den ersten Sieg im neuen Jahr. Die Freude hielt nur eine Woche, denn dann verloren die Südhessen bei der SG Hemsbach/Sulzbach 2 mit 1:2 sowie sieben Tage später das Spitzenspiel zu Hause gegen FK Bosna Mannheim 1:3. Nach der Nullnummer bei der SV Schriesheim 2 war klar: Der Aufstieg ist verspielt, der Rückstand auf die Top zwei zu groß. Da nützte es auch nichts mehr, dass die folgenden sechs Partien gewonnen wurden.

Tibor Varga gibt Rückzug bekannt

Bereits Ende April gab Trainer Tibor Varga bekannt, nach Saisonende aus Liebe zu seiner Frau als Übungsleiter aufzuhören.

„Ich habe vor einem Jahr das Traineramt wegen meiner Freundschaft zum zweiten Vorsitzenden Thorsten Grün übernommen. Nach dem Saisonende wird es den Trainer Tibor Varga, auch im Jugendbereich, nicht mehr geben.“

In der Abschlusstabelle belegt die SG Viernheim den dritten Platz. Auffällig: Mit 68 Treffern in 30 Partien stellen die Südhessen den schlechtesten Sturm aller Spitzenteams in der Kreisklasse B. Toptorjäger war Aykan Okur mit vierzehn Toren.

Stefan Klein neuer Trainer

Aykan OkurEin guter alter Bekannter wird in der kommenden Saison die erste Mannschaft der SG Viernheim trainieren. Stefan Klein, von 2005 bis 2008 Übungsleiter bei den „Orangenen“, tritt ab der nächsten Spielzeit die Nachfolge von Tibor Varga an. Mit Klein soll es endlich mit dem Aufstieg in die Kreisklasse A klappen. Die zweite Mannschaft der SG Viernheim kam in der Kreisklasse C auf den fünften Rang. Als Trainerduo fungiert in der Spielzeit 2014/15 Manuel Rühle und Heinz Beneke.

Text: VT
Bilder: Markus Mantei

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