„Orangene“ haben endlich Winterpause erreicht
SG Viernheim verliert letztes Spiel des Jahres zu Hause gegen TSV 1887 Sulzbach 1:3
Kader schrumpft auf Minimum zusammen
Mit dem Abpfiff am Sonntag ist für A-Ligist SG Viernheim nicht nur das Fußballjahr, sondern auch eine sportlich quälende Halbserie zu Ende gegangen. Die 1:3(1:1)-Heimniederlage gegen den TSV 1887 Sulzbach markierte den Abschluss eines Abschnitts, der von personellen Engpässen, ausbleibendem sportlichen Erfolg und einem ständigen Wechsel auf der Trainerbank geprägt gewesen ist. Die Partie stellte dabei erneut schonungslos jene Probleme heraus, die die Mannschaft seit Monaten begleiten und die sich in diesem letzten Auftritt des Jahres in aller Deutlichkeit verdichteten.
Der Tabellenletzte der Kreisklasse A trat mit einem Kader an, der kaum noch als wettbewerbsfähig zu bezeichnen war. Gerade einmal zwölf Akteure standen Interimstrainer Thorsten Grün zur Verfügung, der an diesem Nachmittag sein letztes Spiel an der Seitenlinie betreute, bevor zur Rückrunde Spielertrainer Steven Schreck die Verantwortung übernehmen wird. Die ohnehin prekäre Personalsituation verschärfte sich bereits nach wenigen Minuten dramatisch. Die einzige Wechseloption war nach acht Minuten verbraucht, als Yosief Kidane Desta verletzungsbedingt passen musste und durch Alessandro Antonio Ferraraccio Gutierrez ersetzt wurde. Damit war früh klar, dass der Tabellenletzte die verbleibende Spielzeit ohne frische Kräfte überstehen musste.

Das Auswechselkontigent war bereits nach acht Minuten erschöpft. Yosief Kidane Desta (8) musste verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Alessandro Antonio Ferraraccio Gutierrez in die Partie. Co-Trainer Francesco Ferraraccio nahm die Auswechslung vor.
Trotz dieser Hypothek suchte die SG den Kampf, musste jedoch nach 22 Minuten den ersten Rückschlag hinnehmen, als Fidan Haxhijaj die Gäste aus Sulzbach in Führung brachte. Der schnelle Ausgleich durch Alessandro Antonio Ferraraccio Gutierrez nach insgesamt nur sieben weiteren Minuten sorgte zwar kurzzeitig für Stabilität, doch die strukturellen Schwierigkeiten im Spiel der Gastgeber ließen sich nicht überdecken. Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Kräfteverhältnis zunehmend deutlicher durch. In der 70. Minute brachte Artur Gugenheimer den TSV 1887 Sulzbach erneut in Front, ehe Traykov Dimitar in der Nachspielzeit den Endstand von 1:3 herstellte.
2025: Vier Trainer, zwei Siege
Für die SG Viernheim war dieser Nachmittag weniger eine isolierte Enttäuschung als vielmehr ein Spiegelbild des abgelaufenen Jahres. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt aktuell vier Punkte, zum rettenden Ufer sind es zehn Zähler. Hinzu kommt die Tatsache, dass der SC Blumenau als Vorletzter der Tabelle noch zwei Partien weniger austragen musste, sodass sich der Rückstand weiter vergrößern könnte. Die sportliche Lage bleibt damit äußerst prekär.
Die dramatisch geschrumpfte Kadergröße von gerade einmal zwölf einsatzfähigen Spielern fügt sich nahtlos ein in ein Jahr, das für die SG Viernheim in nahezu jeder Hinsicht als katastrophal bezeichnet werden muss. Zwei Pflichtspielsiege in der gesamten Saison und vier verschiedene Übungsleiter innerhalb weniger Monate verdeutlichen die Dimension der Schwierigkeiten. Entsprechend groß ist der kollektive Aufatmen-Moment, der mit der erreichten Winterpause einhergeht. Die Hoffnung richtet sich nun auf Regeneration, personelle Stabilisierung und neue Impulse unter dem künftigen Spielertrainer Steven Schreck, um im neuen Jahr die Chance auf eine sportliche Wende überhaupt wieder greifbar werden zu lassen.
Für die SG Viernheim spielten: Sopov-Kempf, Ferraraccio, Kidane Desta (8.Ferraraccio Gutierrez), Kamara, Akeem Schmitt, Yagiz, Andrew Schmitt, Bezabh, Pla Fernandez, Ilgüner.
Text & Bild: VT
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